Silberschmuck

Der Begriff Silber fand schon in altnordischen Sprachen Anwendung. So verwendeten die Goten das Wort „silbur“ und die Germanen das Wort „silabra“. Frei auf Deutsch übersetzt bedeutet es so viel wie licht, hell oder weiß. Das chemische Symbol des Edelmetalls ist „Ag“, was von dem lateinischen Wort „argentum“ stammt.

Welche Silberlegierungen gibt es?

Sogenanntes Feinsilber hat einen Feingehalt von 99,9 %. Es eignet sich nicht für die Herstellung von Schmuck wie etwa Verlobungsringe oder allgemein Diamantringe, da es hierfür nicht stabil genug ist. Besser geeignet sich für diesen Zweck sogenanntes 925er-Silber. Denn diese Legierung enthält auch einen gewissen Anteil an Kupfer und ist daher etwas härter. Sie wird auch Sterlingsilber genannt, da sie in England früher als Grundstoff für sogenannte Sterlinge verwendet wurde. Verglichen mit der puren Silbervariante hat 925er-Silber eine leichte Rotfärbung. Zudem weist es auch bessere Materialeigenschaften auf, wodurch die Gefahr des sogenannten Spratzens deutlich geringer ausfällt. In Amerika dürfen nur Edelmetalle als Sterlingsilber bezeichnet werden, die einen Feingehalt von mindestens 92,1 % aufweisen.

Förderung und Vorkommen

In den Ländern Peru (4.000 Tonnen), Mexiko (3.500 Tonnen), China (3.000 Tonnen), Australien (1.700 Tonnen) und Chile (1.500 Tonnen) wird der Großteil der weltweiten Silbermengen gefördert. Und auch in Deutschland wurde es bis zum Jahr 1970 in relativ großen Mengen gewonnen, heute allerdings nicht mehr. In seiner reinen und elementaren Form wird das Edelmetall als „gediegen“ bezeichnet. Es kann ein körniges Aussehen oder die Form eines robustes und verzweigten Geflechts haben. Der größte Silberanteil wird aus natürlichen Silbererzen gewonnen. Häufig sind hier Verbindungen mit Kupfer-, Blei- und Zinkerzen zu finden.

Die Bedeutung von Silber

Seit Mitte des 20. Jahrhunderts bekam das Edelmetall eine ganze neue Bedeutung. Denn von diesem Zeitpunkt an wurde es immer mehr industriell genutzt. Das zeigt sich auch im Preis, der immer wieder sehr stark schwankt. In den letzten rund 100 Jahren war er sehr stark an dem Wert von Gold gekoppelt. Da Silber aber zum Teil ohne Recyclingmöglichkeit aufgebraucht wird und die Vorräte langsam sinken, könnte es schnell zu einer Entkopplung kommen. Das bedeutet, dass der Silberpreis bald über dem Goldpreis liegen könnte. Allerdings handelt es sich hierbei noch um eine nicht bewiesene Spekulation.